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Ausnahmezustand im Taunus

Überstunden, Doppelschichten, Urlaubssperren und Notbesetzungen – der Hessentag wird für Polizei, Feuerwehr und Co. richtig anstrengend. Sogar die Kollegen aus der Wetterau helfen mit.

Hochtaunus. Am Donnerstag von 10 Uhr an gehen im Taunus die Uhren anders. Der Hessentag beginnt und wird uns bis zum übernächsten Sonntag in seinen Bann ziehen. Für Polizei, Feuerwehr, Technisches Hilfswerk (TFW), Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Kliniken und viele weitere haupt- und ehrenamtliche Helfer kann das Treiben mit einem Wort umschrieben werden: Ausnahmezustand. Und der hat für die Einsatzkräfte bereits vor Tagen, zum Teil schon vor Wochen begonnen und wird auch nicht mit dem Abschluss des Hessentags zu Ende sein.

Reiterstaffeln unterwegs

Einige Hundert Polizisten werden während des Landesfests im Einsatz sein. Die Beamten der Polizeidirektion Hochtaunus werden von den anderen sechs Direktionen des Polizeipräsidiums Westhessen unterstützt. Dazu kommen Reiterstaffeln, die Landeskradstaffeln und, wenn notwendig, Spezialisten des Landeskriminalamts. Am Bahnhof ist zudem noch die Bundespolizei mit dabei. Koordiniert werden die Einsätze von der provisorischen Zentrale im ehemaligen Aero-Flight-Gebäude in der Lessingstraße. Auch Feuerwehr, DRK und THW werden hier ihre Stützpunkte haben. 

Die reguläre Polizeistation in der Oberhöchstadter Straße wird dann als “Hessentagswache” genutzt und ist für die Besucher zugänglich. Eine Urlaubssperre hat’s für die Beamten übrigens nicht gegeben, wie Polizeisprecher Siegfried Schlott mitteilte. Das ist bei den Hochtaunus-Kliniken anders. Die Fachabteilungen in Bad Homburg wurden verdoppelt, Pflegedienstmitarbeiter auf Rufbereitschaft gesetzt. Die Kliniken sind für die weiterführende Behandlung zuständig, denn die Notfallversorgung in Oberursel übernimmt das DRK. Insgesamt sind für das Landesfest sechs Rettungswagen und zwei Notfalleinsatzfahrzeuge mit Notarzt zusätzlich im Dienst, außerdem werden fünf Unfallhilfsstellen betrieben. Die Feuerwehr ist mit den beiden Wachen Oberursel-Mitte und Stierstadt am Start und stellt auch Personal für die Unfallhilfsstellen ab. Laut Kreisbrandinspektor Carsten Lauer werden die Wehren aus dem Hochtaunuskreis rund 16 000 Einsatzstunden ableisten. Im Schichtdienst sind täglich bis zu 100 Personen für die Wehr im Einsatz.

Viele Freiwillige

Lediglich am zweiten Sonntag muss die Feuerwehr auf die Hilfe der Brandbekämpfer aus der Wetterau zurückgreifen. Das Technische Hilfswerk wird vor allem beim Festumzug mit Sicherheitsleistungen betraut sein. Lauer ist übrigens vom Elan seiner Truppe beeindruckt. “Wir hatten keine Probleme, unsere Dienstpläne zu füllen, die Leute haben sich freiwillig gemeldet.” Der Hessentag kann beginnen.

Quelle: http://www.fnp.de/tz/region/lokales/vordertaunus/ausnahmezustand-im-taunus_rmn01.c.8976732.de.html

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